Korbinian Binder

Am 24.09.2011 kam unser 2. Sohn Korbinian per Kaiserschnitt zur Welt. Schon zwei Tage nach der Geburt wurden wir wegen der schweren Muskelhypotonie in die Kinderklinik verlegt. Am 23.12.2011, also einen Tag vor Weihnachten stand dann das Ergebnis der genetischen Untersuchung fest.
Korbinian hat das Lowe- Syndrom.
Eine seltene genetische Erkrankung die sich in Form eines Grauen Stares -Linsentrübung-; grünem Star-hoher Augeninnendruck-; Nystagmus,  ausgeprägter Muskelhypotonie,  langsam einhergehender Nierenverkalkung, Störungen im zentralen Nervensystem, starker Entwicklungsverzögerung, geringes Wachstum, kein Hungergefühl, teilweise extremes Erbrechen, Rachitis, starken Zahnproblemen bei den 2. Zähnen und einigen weiteren „Kleinigkeiten“ äußert.
Kurz um war das für uns ein Schock. Wir waren völlig überfordert und haben lange Zeit, allein schon wegen des großen Sohnes Lukas (damals grad 4 Jahre alt) einfach funktioniert!  Die ersten 1 ½  Jahre waren ein Albtraum. Angefangen von unseren vielen stationären Klinikaufenthalten mit mehreren Augenoperationen (mittlerweile sind wir bei der 10. Augen-OP und Korbinian ist grad mal 2 Jahre ) den speziellen Narkosen, div. Intensivstationen (verschiedener Augenkliniken), wöchentlicher Frühforderung (die noch immer ins Haus kommt- Gott sei Dank ), extremer Ernährungsschwierigkeiten da er kaum etwas behalten hat- folge dessen bekamen Korbinian eine Nasensonde und im August 2012 endlich die PEG- Anlage (Magensonde per Endoskopie) durch die Bauchdecke. Unsere Rettung und Entlastung für die ganze Familie!!
Von Geburt an bekamen wir wöchentlich eine Krankengymnastik in Form der Vojta-Therapie. Diese Form der Krankengymnastik hab ich anfangs in der Hoffnung auf Besserung akzeptiert. Im Januar 2013 war ich wegen der vielen Schreiattacken, Erbrechen der Nahrung und ausbleibender Erfolge am Boden zerstört und hätte am liebsten alles hingeschmissen! Fast am Ende meiner Kräfte bekam ich dann kurzfristig (dem Himmel sei Dank!) einen Termin bei dir Detchema. Bis dato, also ein Jahr und vier Monate war Korbinian zu diesem Zeitpunkt, konnte er nicht´s…  Keine Kopfkontrolle, keine Bauchlage, kein Unterarmstütz;
An Sitzen und Krabbeln war gar nicht zu denken, da war einfach nicht´s worauf man aufbauen konnte. Eine demotivierende Belastung die für uns als Familie bei dem Aufwand der Vojta-Therapie, der ständigen stationären Augen OP´s untragbar war.
Kurz um wir kamen zu dir und haben Korbinian gelagert…
In einer Therapie spielerisch mit Kindern zu arbeiten war zu dem Zeitpunkt nicht vorstellbar aber ich wurde eines Besseren belehrt. Es war ein durchwachsener Start, das muss ich zugeben. Wir haben Korbinian, da er die Bauchlage noch immer nicht akzeptierte und geschrien hat wie am Spieß, zweimal am Tag für eine halbe Stunde gelagert. Das haben wir eine Woche lang durchgezogen und siehe da er hat sich damit arrangiert und den Keil lieben gelernt! Auch du warst Ihm anfangs nicht geheuer. Das legte sich aber relativ schnell.
Binnen weniger Wochen konnte er dann den Kopf heben!!! Das war unvorstellbar… Ein gezielte Arbeiten ohne dass Korbinian ständig schreit war für mich ein Segen. Kurze Zeit später konnte er den Unterarmstütz, gefolgt vom Handstütz (Rollbrett) und dem Kreiseln um sich selbst. Wir sind jetzt mit Korbinian 10 ( !!! ) Monate bei dir in Therapie;
Auch wenn ich manchmal etwas ungeduldig werde, ist es wirklich UNGLAUBLICH was sich in dieser Zeit getan hat, DANKE! ! !
Mittlerweile haben wir einen Pörnbacher Buggy, der Korbinian wieder einen kleinen Sprung machen lies. Er kann jetzt, natürlich nur unter Aufsicht, kurze Zeit selbstständig und frei sitzen- ein wahnsinn´s Erfolg!!!
Auch Augen- und Mundmotorik kommen bei dir nicht zu kurz, im Gegenteil, du hast einfach ein ganzheitliches Therapie-Konzept! Was für uns, durch die sehr starke Beeinträchtigung der Augen, sehr wichtig ist.
Die Therapie war und ist noch immer genial und du Detchema hast ein Einfühlungsvermögen für die Kinder das Seinesgleichen sucht!
Auch Lukas unser großer Sohn fährt immer sehr gerne mit zu Dir in die Praxis. Was für mich auch eine große Entlastung ist (das war vor deiner Zeit immer ein kleiner Kampf). Für Ihn gibt´s immer genügend Spielsachen J und er wird auch in die Therapie mit einbezogen.
Auch für meine Probleme hast du ein offenes Ohr und bei Bedarf auch einen Ratschlag bzw. Anlaufstellen die mir, meinem Mann und der ganzen Familie weiterhelfen!
Für die Zeit die wir bei dir sein durften und hoffentlich auch noch lange sein dürfen, möchte ich mich mit meiner ganzen Familie aus tiefstem Herzen bedanken ! ! !
Martin, Silvia, Lukas und Korbinian

 ! ! !   DANKE ! ! !

  

                                 

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