Bericht über Maximilian

Stand: Juli 2011

max 1

Unser Sohn Maximilian kam zwei Wochen vor dem errechneten Termin als gesundes Kind zur Welt. Doch leider musste bei der Geburt die Saugglocke eingesetzt werden und dies hatte weitreichende Folgen. Allerdings hat uns im Klinikum niemand darüber aufgeklärt und auch die betreuende Hebamme hat nicht bemerkt, dass Maximilian den Kopf nur nach rechts vollständig drehen konnte. Unsere erste Kinderärztin hat den Mangel erkannt und uns eine osteopathische Behandlung empfohlen. Eigentlich wäre es bereits damals sinnvoll gewesen, ihm zusätzlich Krankengymnastik zu verschreiben. Nach einigen Sitzungen konnte Maximilian den Kopf zwar drehen, nahm aber die Bauchlage nicht an. Unser zweiter Kinderarzt hat bei der U3 erkannt, dass Maxi den Kopf kaum anhebt und die Bauchlage verweigert. Doch auch dieser Arzt riet uns lediglich, unser Kind genau zu beobachten. Wir wechselten erneut den Kinderarzt und dieser verschrieb uns dann endlich Krankengymnastik. Allerdings war Maximilian zu jenem Zeitpunkt fast 6 Monate alt.

Wir hatten enormes Glück, gleich zur richtigen Therapeutin zu gelangen und von Frau Limbrock sofort aufgenommen zu werden, da gerade ein Therapieplatz frei geworden war.

Es war sozusagen 5 vor 12 !! Unser Kind hatte nun endlich die Möglichkeit seinen Entwicklungsrückstand aufzuholen. Maximilian wurde nach dem Pörnbach Konzept behandelt und musste mit Hilfe der Lagerung die Bauchlage nachlernen. Hierbei handelt es sich um eine schiefe Ebene mit einer Schienung, die die Hüfte des Kindes optimal einstellt und gleichzeitig dem Kind im Liegen Halt gibt. Zusätzlich zum Spielen, Essen und Trinken in der Lagerung, hat Frau Limbrock, die mehrere Therapiekonzepte beherrscht, abhängig vom Entwicklungsstand unseres Kindes, die verschiedensten Methoden angewandt und dadurch Maximilians Fortschritte optimal gefördert bzw. gegebenenfalls fehlerhafte Bewegungen korrigiert. Neben der wöchentlichen Sitzung, bestand unsere Aufgabe darin, Maximilian möglichst viel Zeit in der Lagerung verbringen zu lassen. Wir haben ihm vor dem Lagerungsblock eine Spielstation aufgebaut und selbst gegessen wurde häufig in der Bauchlagerung. Innerhalb weniger Wochen, konnte Maximilian, der mit 6 Monaten in Bauchlage den Kopf kaum halten konnte, sich aus eigener Kraft aufrichten und sogar eine halbe Stunde lang stützen. Mit zunehmender Kraft und der erworbenen Fähigkeit, von sich aus von der Waagerechten in die Senkrechte zu gelangen, ist unser Kind zufriedener geworden. Maximilian lacht viel und hat, seitdem er mit 10½ Monaten krabbeln kann, einen enormen Entdeckungsdrang. Neugierig erkundet er jeden Winkel unseres Hauses. Wir üben nun häufig auf dem Rollbrett, damit seine noch vorhandene leichte Asymmetrie auf der linken Seite endgültig verschwindet. Zudem trägt auch das Sitzen in Rotation zu einer physiologisch stimmigen Aufrichtung bei.

Mir wurde erst durch Frau Limbrocks Erklärungen während der Therapiestunden oft bewusst, welche Körperhaltung richtig bzw. falsch ist, da Erwachsene automatisierte Bewegungsabläufe haben und die sind physiologisch nicht immer richtig. Mit viel Geduld erklärt und wiederholt Frau Limbrock die einzelnen Bewegungen und lässt sie die Eltern auch nachmachen, sozusagen erspüren, damit man sein Auge schult und aufgrund der gemachten Körpererfahrung auf sein Kind zu Hause richtig einwirken kann.

Trotz der vielen erklärenden Worte, sprechen die Bilder eine eindeutigere Sprache. Unser Maximilian hat innerhalb von 5 Monaten seinen Entwicklungsrückstand aufgeholt und gedeiht nun prächtig. Wir sind glücklich und Frau Limbrock besonders dankbar!

Familie Scharunge


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