Bericht über Julian Reger

Unser Sohn Julian war 8 Wochen zu früh geboren und nach unserer Intuition in seiner Entwicklung auffällig, vor allem in seinen steifen Bewegungen. Die behandelnden Ärzte sprachen aber immer nur von Entwicklungsverzögerung; eine Therapie wäre nicht nötig.

Julian konnte mit 2 Jahren mit Mühe nur umrollen und robben, seine Bewegungen waren sehr steif, und erst dann wurde von einem Kinderneurologen die Diagnose „spastische Tetraparese" gestellt. Wie es uns damals ging, vor allem mit dem Wissen, dass man sofort mit Therapie hätte anfangen müssen, ist kaum in Worte zu fassen.

Ab diesem Zeitpunkt arbeiteten wir intensiv mit Julian, vor allem mit Physiotherapie und Osteopathie. Schwerpunkt war gehaltener Stand und gehaltenes Laufen. Aber es gab keine grundlegende Verbesserung, Julian's Muskelspannung wurde eher mehr. Darüber hinaus waren alle konsultierten Fachärzte im In- und Ausland mit unterschiedlichen OP-Empfehlungen sowie Botoxinjektionen sehr schnell zur Stelle. Wir entschieden uns für eine Hüft-OP in einer schweizer Klinik, aber glücklicherweise hörten wir vorher von Frau Limbrock, die seit 40 Jahren ausschließlich mit entwicklungsverzögerten und behinderten Kindern arbeitet.

Julian war 4 ½ Jahre alt, als Frau Limbrock uns in Therapie aufnahm. Dadurch änderte sich unser aller Leben in positive Richtung. Die vielfältigen Therapien, die Frau Limbrock und anbot, mit dem Schwerpunkt auf dem Pörnbacher-Konzept, zeigten bereits nach wenigen Wochen erste Erfolge. Vor allem ist ihre Vorgehensweise ganz auf die Alltagsmöglichkeiten in den Lagerungen abgestimmt, sodass viel Übungsstress von vorher wegfiel und wir, trotz der wöchentlichen Fahrten nach Augsburg, entlastet waren.

Bald gehörten der Speichelfluss, die schräge Kopfhaltung oder Probleme mit dem Stuhlgang der Vergangenheit an, und auch das Schielen normalisierte sich, obwohl wir nicht mehr abklebten.

Julian wurde schnell erheblich beweglicher und vitaler, das freie Sitzen war bald eine Selbstverständlichkeit, Kauen und Greifen ebenso.

Heute ist Julian 7 Jahre alt und ein stolzes Schulkind. Er kann klettern, Treppen hoch- und runterkrabbeln, selbständig Radfahren (mit Stützrädern) und freihändig auf seiner „Lea" reiten.

Wir ließen Julian übrigens nicht operieren – die orthopädischen Untersuchungen zeigen eine ständige Verbesserung der Hüftsituation.

Die professionellen Ratschläge und Therapieanweisungen sind für uns Eltern im täglichen Leben „Hilfe zur Selbsthilfe". So sind wir zuversichtlich, dass sich der Körper unseres Jungen durch die schonende Therapie weiterhin selbst organisiert, bis die zunehmende Aufrichtung ihm eines Tages das Laufen ermöglichen wird.

Die Therapeuten an Julians Schule (für körperbehinderten Kinder in München) loben seine gute Gesamtorganisation und sind erstaunt über seine guten Fähigkeiten in Bezug auf die Mundmotorik, die Sehentwicklung und die Greifentwicklung. Julian schafft trotz seiner Tonuserhöhung das Schulpensum erstaunlich gut.

Die bisher gemachten positiven Erfahrungen geben uns die Kraft und nähren die Hoffnung, dass wir durch den ganzheitlichen Therapieansatz von Frau Limbrock ohne OP auf dem richtigen Weg sind. Wir werden in jeder Hinsicht gut und liebevoll unterstützt und begleitet.

Julian ist ein kluges, gefühlvolles und sehr amüsantes Kind geworden. Wir sind zuversichtlich, dass wir ihn gemeinsam in ein gutes Leben geleiten.

Geschrieben von der Großfamilie (Eltern Reger und Großeltern)

 

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